In den vergangenen Tagen war die Android-Community erschüttert durch die Nachricht, HTC habe mit unfairen Mitteln versucht, das Hacken des hauseigenen Smartphones und damit das Nutzen der Software von Drittanbietern zu unterbinden. Es soll ein Rootkit beim T-Mobile G2 eingesetzt worden sein – ein Tabubruch in der Community! Wer im Web 2.0 integriert ist, kennt es: Es begann mit einem Blogbeitrag und der Vermutung eines Rootkits, ging weiter über Social Networks und einschlägige Foren und führte letztlich zu einem Aufschrei – aber: Die Vermutungen in dem Blogbeitrag waren falsch. Was war passiert?
Entwickler hatten probiert, die bestehenden Sicherheitslücken zu schließen, wofür der Root-Zugriff auf dem G2 nötig wurde. Das klappte zwar grundsätzlich, allerdings waren alle Änderungen am System nach dem Booten wieder verschwunden. Daraus folgend schlossen einige Android Anwender, HTC habe ein Rootkit eingesetzt, um immer wieder den Originalzustand herzustellen und Hackern keine Chance zu geben. Hinzu kam die Tatsache, dass sich der Hersteller HTC denkbar ungünstig ausdrückte, als er von automatischer Wiederherstellung der Originalsoftware sprach. Mag auf den ersten Blick verdächtig klingen, erfahrene Anwender wissen aber, was dahinter steckt, und für alle anderen hat es arstechnica.com erklärt:
HTC hat im T-Mobile G2 einen Schreibschutz für Teile des NAND-Speichers eingesetzt. Das machen Hersteller bereits seit einigen Smartphone-Generationen, um, so ihre Begründungen, sensible Bereiche des Geräts zusätzlich zu schützen. Der Community war es bislang gut gelungen, diese Sperren zu umgehen. Beim HTC-Smartphone dürfte ein Bug eben dies verhindert beziehungsweise dafür gesorgt haben, dass es so aussehe, als wäre der Speicher erfolgreich überschrieben, wenngleich das durch den Schreibschutz eben nicht funktioniert hat. Die betroffenen Entwickler sehen es gelassen und arbeiten weiter dran. Erste Erfolge gibt es schon; auf folgendem Video zeigt Entwickler Steve Kondik ein angepasstes CyanogenMod 6.1.0 auf dem G2, betont aber, es handle sich um einen “üblen” Hack, noch sei kein dauerhafter Root-Zugang erreicht, aber man bleibe dran:
Was sagt ihr dazu? Ist es wirklich im Sinne der Anwender wenn HTC mit allen Mitteln versucht, das erlangen von Root-Rechten zu verhindern?


















Noch keine Kommentare, sei der Erste!
Hinterlasse einen Kommentar!