Standortdaten: Speicherung auch bei Android

Die Entdeckung von gespeicherten Bewegungsprofilen auf Geräten mit Apples iOS zieht nun weitere Kreise und zieht auch Googles Android mit in den Strudel: zunächst sah es so aus, als würde nur Apple Bewegungsprofile von Nutzern erstellen und lokal speichern, nun wurde bekannt, dass auch Android sich für die Ortsdaten seiner Nutzer interessiert und diese sogar an Google sendet – während das iOS diese bislang für sich behält.

Schon länger ist klar: auch Android speichert alle paar Sekunden Positionsdaten seiner Nutzer und versieht sie gleichzeitig mit Geodaten umliegender WLANs, um sie mehrmals pro Stunde  anonymisiert an Google zu senden. Bereits in der Streetview-Debatte war bekannt geworden, dass Google “versehentlich” nicht nur die SSIDs von angrenzenden WLAN-Netzen gespeichert hatte, sondern sogar unverschlüsselte Daten mit gespeichert hatte.

Kay Oberbeck von Google Deutschland versucht abzuwiegeln:

“Jegliche Freigabe von Positionsdaten auf Android-Geräten bedarf der vorherigen Zustimmung durch die Nutzer. Um auf Android-Geräten die Nutzung mobiler Dienste zu verbessern, stellen wir Nutzern Informationen zum Einsatz des Standortes und Kontrollmöglichkeiten der Sammlung und Freigabe zur Verfügung. So werden zum Beispiel für eine begrenzte Zeit manche standortbezogene Informationen lokal auf den Geräten selbst gespeichert. Jegliche Standortdaten, die an Standort-Server von Google gesendet werden, sind anonym und in keiner Weise verbunden oder zurückführbar auf einen speziellen Nutzer.”

Tatsächlich stellt diese Form der Speicherung einen harmloseren Eingriff dar, als er durch Apple geschieht. So kann das Senden der anonymisierten Daten an Google einfach unterbunden werden.   Unter “Einstellungen” -> “Sicherheit & Standort” die Standortbestimmung ausschalten und die Speicherung und das Senden ist unterbunden.

Quelle

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Dieser Eintrag wurde am Dienstag, April 26th, 2011 um 22:33 veröffentlicht.
Kategorie: Android OS.

5 Kommentare

  1. jd

    und wenn man es deaktiviert, hat man keine Grobortung mehr…

    und anzeigen kann man das ganze auch schon: https://market.android.com/details?id=ch.rrelmy.android.locationcachemap

  2. Die Daten wurden weder bei den Streetviewfahrzeugen noch bei den Smartphones “versehentlich” gesammelt. Der Nutzer wird bei der Einrichtung seines Androidsmartphones gefragt ob Daten für die Wlanortung (die Ortung mithilfe von Wlannetzwerken und Mobilfunkzellen) gesammelt werden sollen (und diese dann an Google gesendet werden).

    Auch bei jeder Aktivierung (nach der ggf. Abschaltung der Standortbestimmung anhand von Wlans) wird nochmal darauf hingewiesen das Daten gesendet werden (man kann auch da widersprechen).

    Google hat dies auch immer öffentlich kommuniziert, im Gegensatz von Apple bei denen es nur in den AGBs zu finden ist (zudem ist es bei Apple ein Opt-Out Verfahren was datenschutzwidrig ist)

    Ich finde euer Artikel ist richtig schlecht, da er a) nicht die offizielle Stellungnahme von Google beinhaltet und b) die Datenspeicherung von Apple als Kleinigkeit darstellt und lieber auf der Datenkrake Google rumhackt.

    Also recherchiert nochmal nach und überdenkt eure Schreibweise (als Androidblog)

  3. Christian

    @jd:

    Vielen Dank, coole App. Leider hat der Ottonormal-user jedoch kein root und kann die App so nicht nutzen.

    @J_Heimbach:

    Der Artikel war etwas zu überspitzt und beinhaltet viel “German Angst”. Im Kommentar von Jan Oberbeck steht jedoch genau der Wortlaut
    “der vorherigen Zustimmung durch die Nutzer..”.

    Ich habe den Artikel jedoch etwas abgeändert um das klarer rauszustellen.
    Grüße

  4. Danke Christian, der letzte Absatz gefällt mir so wesentlich besser

  5. MRO

    Wenn man im App-Store von Google einkaufen möchte, muss man ein Google Konto anlegen und Andoid meldet das das Gerät nun eindeutig mit mit dem GMail Konto verbunden ist. Der Standortdienst sendet die Geräte ID mit den Daten mit. Es ist also für Google möglich festzstellen, wo und wann welcher GMail Benutzer war. Um im App-Store einkaufen zu können, muss ausserdem eine Kreditkarte hinterlegt werden, damit gibt es auch eine Verbindung zu einer realen Person.

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