Motorola Razr: Testbericht zum Android Handy

Seit Ende November ist mit dem Motorola Razr der neueste Android Streich von Motorola auf dem Markt. Passend zum Weihnachtsgeschäft hat Motorola mit dem Razr ein sehr solides und gutes Android Handy abgeliefert. Ich habe dankenswerterweise von Sparhandy eines zur Verfügung gestellt bekommen und es ordentlich getestet.

Zunächst zu den Fakten:

Das Motorola Razr ist ausgestattet mit einem 4.3 Zoll großen Bildschirm und nur 7.1mm dünn. Verglichen mit meinem vorherigen Motorola Milestone oder dem HTC Desire S ein echter Quantensprung. Größer, aber dennoch leichter und verglichen mit einem Samsung Galaxy S2 wertiger in der Hand. Das Razr ist groß und fühlt sich wertig an. Auf der Rückseite ist das Motorola Razr mit Kevlar beschichtet.
Der (? oder das) Kevlar, ein Stoff der fünfmal härter als Edelstahl ist und dennoch leichter, ist hinten leicht gummiert, somit lässt sich das Motorola Razr wirklich trotz 13 cm Höhe gut in der Hand halten. Als kleine Erhebung tut sich auf der Rückseite einzig der “Kopf” mit der Kamera hervor. An dieser Stelle ist das Motorola Razr 14mm dick.

Der 4.3 Zoll große Bildschirm ist aus Gorilla Glas und mit einem speziellen Schutz beschichtet, sodass Spritzwasser dem Handy nichts ausmacht. Um den großen Bildschirm herum befindet sich noch ein breiterer Rahmen (irgendwo muss die Technik ja hin), unten links die üblichen Tasten des Motorola Handys (Menü, Home, Return, Suche) die mit einer angenehmen Vibration auf einen Klick reagieren. Das Motorola Razr verfügt über eine Kamera mit 8 Megapixeln auf der Rückseite und über eine Frontkamera für Videotelefonie. Unter der Haube werkelt ein 1.2 Gigahertz Dual-Core Prozessor sowie 1 GB RAM. Das Razr verfügt intern über 16 Gigabyte Speicherplatz.

Der erste Eindruck

Mein erster Eindruck nach dem Unboxing des Motorola Razr: “Wow, das ist wirklich verdammt groß und dünn”. Auf die Freude des Testens erfolgte zunächst die Ernüchterung. Das Razr nimmt nur Micro-SIM Karten, da hieß es selber Hand anlegen und die eigene SIM-Karte vorsichtig zusammenschnippeln, nachdem mein Mobilfunkprovider satte 15€ für eine Micro-SIM haben wollte. Das Einrichten des Handy ging schnell vonstatten, überhaupt reagiert das Razr mit Android Version 2.3.5 super schnell. Abstürze sind nur noch absolut selten, auch die Spracherkennung hat sich (natürlich dank Android) gegenüber meinem alten Handyklotz deutlich verbessert. Und auch im Freundeskreis ruft das Handy doch einiges Erstaunen hervor: groß, dünn, geil!


Sorry für die schlechte Fotoqualität.

Die Motorola eigene Bedienoberfläche

Wie sehr viele Android Handys kommt auch das Motorola Razr mit einem angepassten Android 2.3.5 daher. Die Motorola eigene Oberfläche ist jedoch sehr angenehm und stört kaum, im Gegenteil. Die Bedienung des Handys geht flüssig und dank “Intelligenter Aktionen” weckt mich das Handy jeden morgen mit den neuesten Schlagzeilen und dem aktuellen Wetter. Die Möglichkeiten mit “Intelligente Aktionen” haben es in sich. So kann man beliebig viele Dienste miteinander kombinieren nach dem Motto “if this then that”. Wenn ich an Position xyz bin (Schule, Uni, Arbeitsplatz, wo auch immer) dann schalte das Handy auf lautlos. Super praktisch, damit man nicht in nem Meeting wieder mahnend angeschaut wird. Auch praktisch: Wenn man zu Hause ist und Akku < 50% dann erinnert mich das Razr automatisch ans aufladen. Super Sache!

Akkulaufzeit

Für viele ein nicht ganz unwichtiges Kaufkriterium: die Akkulaufzeit. Ich habe das Razr nun seit zwei Wochen im Einsatz und lade so selten wie je zuvor auf. Klar, bei intensiver Nutzung muss man es innerhalb von 24 Stunden laden, aber es hält locker 24 Stunden und dank intelligenter Aktionen spart es sehr viel Strom. Verglichen mit meinen alten Android Boliden verbraucht das Motorola Razr trotz riesigem Bildschirm, richtiger Power und der “Dicke” deutlich weniger Akku.

Kamera

Die Motorola Kamera App ist Mist. Die Hardware ist gut, doch die Kamera macht dank schlechter Software nicht herausragende Bilder. Für Schnappschüsse reicht diese, gerade im Dunkeln sind die Fotos aber schlecht. Mit einer Kamera App aus dem Android Market könnt ihr viel rausholen, die Hardwareausstattung mit 8 Megapixeln ist nämlich ordentlich.

Display

Das Display ist groß, die Farben sind gut und die Helligkeit ist auch in Ordnung. An das Display eines iPhones oder auch des aktuellen Galaxy S2 kommt es nicht zu 100% ran, dafür ist das Display deutlich größer und das surfen macht auch dank 540 x 960 Pixel Spaß.

Telefonie

Achja, telefonieren kann man mit dem Razr auch noch. Die Sprachqualität ist gut, der Empfang ist in Ordnung. Telefonieren auch auf einer lauten Party oder in der U-Bahn sind kein Problem Die Telefon-App ist ein Fortschritt und sehr angenehm zu bedienen.

Gesamteindruck

Das Motorola Razr kann was! Superdünn, superschnell und immer ein Hingucker. Seit fast 3 Wochen im Dauereinsatz konnte ich bis jetzt nur einen “Display-Stillstand” verzeichnen. Blöderweise kann man den Akku im Razr nicht einfach herausnehmen, erst die Bedienungsanleitung konnte den Stillstand beheben (10 Sekunden lang ausschalten und lautsprecher nach unten drücken!). Die Akkulaufzeit ist sehr in Ordnung für ein Android Smartphone, der Bildschirm und die Bedienung machen Spaß. Wer zweifelt ob er sich ein Razr kaufen soll: ganz klare Kaufempfehlung!

Ein ausführlicher Video-Test von Giga:

Motorola Razr ohne Vertrag

Seit Ende November ist das Motorola Razr im Handel. Wer sich das Razr noch unter den Weihnachtsbaum legen möchte der bekommt es mit und ohne Vertrag bei diversen Online-Händlern. Sparhandy hat es sowohl mit Vertrag ab 1€ als auch ohne Vertrag für aktuell 529€. Auch Amazon (wo es übrigens aktuell ne super günstige galaxy s2 schutzfolie gibt) hat es im Sortiment. 15 Bewertungen, alle mit 5 Sternen sprechen eine deutliche Sprache. Das Razr ist verdammt gut. Bei Amazon ist es ab 479€ ohne Vertrag zu haben.

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Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, Dezember 14th, 2011 um 13:26 veröffentlicht.
Kategorie: News, Smartphones.

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